Die vorliegende Diplomarbeit entstand im Rahmen des Baus eines Solarmobils an der TU-Graz und zeigt Möglichkeiten und Argumente für diese umweltschonenden Fahrzeuge auf. Zunächst wird der technische Entwicklungsstand und denkbare Einsatzgebiete von Solar- und Elektromobilen im Leichtbau und mit herkömmlicher Karosserie beschrieben. Anschließend werden diese Fahrzeuge hinsichtlich Energieverbrauch, Emissionen im Fahrbetrieb sowie Rohstoffverbrauch und Recyclingmöglichkeiten mit verbrennungsmotorbetriebenen Kleinwagen mit Katalysator verglichen. Der Strombedarf für Elektrofahrzeuge wird in mehreren Szenarien errechnet. Reichweiten bis zu 100 km und Spitzengeschwindigkeiten von etwa 80 km/h können heute schon erreicht werden. Als Einsatzbereiche werden v. a. Pendlerverkehr und Lieferdienste in Ballungsräumen vorgeschlagen. Bei den Emissionen liegen Solar- und Elektromobile in Leichtbauweise eindeutig besser als herkömmliche Kleinwagen. Interessant ist, daß Elektromobile mit herkömmlicher Karosserie hingegen deutlich schlechter als herkömmliche Kleinwagen abschneiden. "Unter der Berücksichtigung des Wasserkraftanteils in der Stromerzeugung und der Annahme, daß der kalorische Anteil nur in Kraftwerken neuester Bauart mit Entschwefelung und Entstickung, aber ohne Fernwärmeauskoppelung, produziert wird (...) sind (jedoch) die Solar- und Elektromobile unabhängig von der Bauart bei allen Schadstoffen günstiger als herkömmliche Kleinwagen. Das Auto mit Elektroantrieb ist eine wirkungsvolle Alternative auch zum katalysatorbestückten Mobil.

Streicher, Wolfgang: Technik, Chancen und Umweltverträglichkeit von Solar- und Elektromobilen. 2. verb. Aufl. Graz: Diplomarbeit, 1989, 99 S.