Neue Technologien haben immer wieder einerseits Erlösungshoffnungen, andrerseits Untergangsphobien ausgelöst - das galt und auch im Bereich der Medien. Gerade die ”neuen Medien" entwickeln sich zudem mit einer derart atemberaubenden Geschwindigkeit. daß auch Interessierte den Überblick zu verlieren drohen. Um positive wie negative Visionen auf den Boden der Realität zurückzuholen und einen aktuellen wie auch perspektivischen Überblick zu ermöglichen, veranstaltete das österreichische Unterrichtsministerium im Juni 1997 ein Symposion "Schulen am Netz", dessen redigierte Ergebnisse im vorliegenden Band dokumentiert werden.

Ein erster Abschnitt versammelt einige grundsätzliche Beiträge zu den veränderten Anforderungen an schulisches Lernen in der Informationsgesellschaft. zum aktuellen Stand der Vernetzung der österreichischen Schulen und zur Typologie von Applikationen im Worldwide Web. Der nächste Abschnitt enthält zwölf Schulprojekte mit Internet und Multimedia, ein weiterer sechs Berichte über den Einsatz neuer Medien im Unterricht.

Ein Teil mit Darstellungen österreichischer und europäischer Initiativen schließt die Projektbeschreibungen ab. In einem ausgiebigen Anhang gibt es seitenweise kommentierte Links, Kontaktadressen und weiterführende Literaturangaben. 

Das Buch gibt einen sehr informativen Überblick darüber, was an österreichischen Schulen an Arbeit mit neuen Medien bereits geschieht, zeigt Grenzen, formuliert Voraussetzungen und stellt sich auch Fragen nach didaktischen Konzepten und pädagogischen Strategien und Perspektiven.

WR

Schulen am Netz. Innovative Projekte in Österreich. Hrsg. Peter A. Bruck ... Wien: Hölder- Pichler- Tempsky. 1997. 208 S., DM / sFr 27, - / öS 198,-