Hinter dem rührigen Titel verbirgt sich ein dreijähriges Forschungs- und Bildungsprojekt der Abteilung "Bildung und regionale Entwicklung" des Interuniversitären Forschungsinstitutes für Fernstudien (lFF) in St. Pölten. Das Buch fasst dessen Ergebnisse zusammen. Wohl kaum eine Berufs- bzw. Gesellschaftsgruppe wird durch eine technokratische Vertretungs- und Vermarktungsmaschinerie derart fremdbestimmt wie die bäuerliche. Nicht allein deshalb stand die Möglichkeit eigenen Handelns bedrohter Betriebe für landwirtschaftliche Alternativen im Mittelpunkt des Projektes. Dabei blieb es nicht bei der Erklärung von Zusammenhängen, sondern das "Innovationspotential" der Betroffenen sollte gefördert, Lernprozesse und die Entwicklung von Alternativen durch Bildungsmaßnahmen unterstützt werden. Der Bericht beinhaltet daher eine Palette von Projektteilen: von der Erforschung der bäuerlichen Lebenswelten und der Entwicklung konkreter Bildungsmaßnahmen (Direktvermarktung, Kreislaufwirtschaft) bis zur Durchdringung des Dickichts des österr. Agrarsystems und der Konzeption von Aufgaben einer Forschung und Bildung für die Landwirtschaft. Die Studie weist wesentliche innovative Aspekte auf, die sich in einem interdisziplinären und handlungsorientierten Ansatz verschränken: Einerseits wird versucht, einen “missinq link" zwischen der Realität der Landwirtschaft und möglichen Alternativen für und mit Betroffenen herzustellen. Andererseits werden wertvolle Ansätze für eine praktische und gesellschaftlich relevante Alternative sichtbar. 

 "Des muaß amol wieda aundas werdn!" Kittel, Günther ... (Mitarb.). München (u.a.): Profil-Verl., 1991, 345 S., DM 36,- / sFr 30,40 / öS 280,- .