Umwelterziehung wurde zum Unterrichtsprinzip erklärt, dabei Ist zu berücksichtigen, dass umweltrelevante Inhalte nicht auf bestimmte Fächer oder gar den Biologieunterricht beschränkt bleiben und nicht nur auf der Schulbank gepaukt werden können. Indes steht außer Frage, dass mit einem ökologischen Umbau der Gesellschaft die Entwicklung einer ökologischen Schule einhergehen muss. Dem engagierten Autor - tätig an der Universität-Gesamthochschule Paderborn - geht es also weniger um Lernkonzepte für bestimmte Schulstufen oder Fächer, sondern um die "Ökologisierung" schulischer Rahmenbedingungen, um fächerübergreifende Umweltprojekte, um ökologische Lernorte. Im ersten Teil des Buches, der didaktischen Analyse, ist das Problem ökologisch orientierter Pädagogen mit einer Frage trefflich auf den Punkt gebracht: "Wie können Lehrer, Schüler, Eltern miteinander verantwortliches, ökologisches Handeln lernen, solange sie sich im System der ‚organisierten Unverantwortlichkeit' bewegen?" Natürlich gibt es kein Patentrezept, auch keine genauen Handlungsanweisungen, doch eine Fülle von Ideen und Anregungen und im zweiten Teil des Buches ermutigende Praxisbeispiele von Schulen, die tragfähige Wege der Umsetzung erproben. Die Modelle sind detailliert beschrieben und jeweils mit Angabe der Kontaktadresse versehen. Um Utopien geht es im letzten Teil, um das Modell der Zukunftswerkstatt, um eine Schule "Ökotopia". Pädagogisch besonders relevante Titel sind im Literaturverzeichnis mit Kommentaren versehen. Sicherlich stellt sich die Frage, ob die Schule so werden wird oder kann, sicher ist aber auch, dass Umwelterziehung als Unterrichtsprinzip nicht zu trennen ist vom Überlebenswillen der Menschheit. D. N. 

Buddensiek, Wilfried: Wege zur Öko-Schule. Lichtenau (u.a.): AOL-Verl. (u.a.), 1991.389 S., DM 38,-/ sFr 32,20 / öS 296,40