
Ute Cohen: Glamour. Über das Wagnis, sich kunstvoll zu inszenieren
Ute Cohen legt mit „Glamour“ ein pointiertes und elegantes Plädoyer für die Kraft der Selbstinszenierung vor. Persönliche Einblicke, kulturhistorische Beobachtungen und philosophischer Tiefgang verweben sich zu einer Erzählung über die Geschichte und Bedeutung von Selbstdarstellung durch Ästhetik, Schönheit und Individualität – als Gegenentwurf zur scheinbaren Schwere und Tristesse der Gegenwart, als Ausdruck von Freiheit und als subtile Rebellion gegen gesellschaftliche Normen. Miriam Nichtl
zu Klampen Verlag, Springe 2025 · 184 Seiten
Heike Geißler: Arbeiten
Heike Geißler widmet ihren (system)kritischen Essay der Frage nach Sinn, Allgegenwärtigkeit und Definition von Arbeit. Sie untersucht unterschiedliche Formen – bezahlt oder unbezahlt, sichtbar oder unsichtbar, anerkannt oder missachtet – und lädt dazu ein, deren individuelle Bedingungen zu reflektieren: von Leistungsidentität und ökonomischer Teilhabe über Prekarität und gesellschaftlichen Druck bis hin zu Fremdbestimmung. Mit vielschichtigen Analysen, durchzogen von Alltagsbeobachtungen, ermutigt sie dazu, für mehr Freiräume und Selbstbestimmung einzutreten und die eigene Haltung zur Arbeit neu zu befragen. Miriam Nichtl
Carl Hanser Verlag, München 2025 · 128 Seiten
Sarah Scoles: Countdown. The Blinding Future of Nuclear Weapons
Sarah Scoles gelingt mit „Countdown“ ein differenzierter Blick hinter die Kulissen des US-Atomwaffenkomplexes. Im Zentrum stehen nicht nur Politik und Technik, sondern auch die Spannungsfelder, in denen sich die beteiligten Akteur:innen bewegen: zwischen technologischem Fortschritt, moralischen Zweifeln, ethischen Dilemmata, patriotischem Pflichtgefühl und sicherheitspolitischem Pragmatismus zeigt sich die Ambivalenz nuklearer Abschreckung. Eine Recherche von hoher Aktualität und kritischer Tiefe. Miriam Nichtl
Bold Type Books, New York 2024 · 272 Seiten
Helen Hester · Will Stronge: Post-work. What It Is, Why It Matters and How We Get There
Post-work bietet eine grundlegende Kritik an der Art und Weise, wie wir Arbeit in unserer Gesellschaft orientieren. Dieses Buch liefert eine wichtige Einführung in die Debatte und ergänzt theoretische Grundlagen mit Vorschlägen für politische Maßnahmen, die eine Zukunft frei von den Zwängen der Arbeit verspricht: kürzere Erwerbsarbeitszeiten, ein bedingungsloses Grundeinkommen sowie der Einsatz von Technologien, um den Bedarf an menschlicher Arbeit zu reduzieren. Stefanie Gerold
Bloomsbury Academic, London 2025 · 276 Seiten








