Es mag sich herumgesprochen haben, daß die Kinder der heutigen Zeit nicht die gesündesten sind. Daß Krebs indes die Todesursache Nummer 2 bei Kindern ist, weist unserer Zivilisation ein schlimmes Zeugnis aus. Tausende leiden an körperlichen Mißbildungen, psychosozialen Störungen oder werden eines der zahllosen Verkehrsopfer. Kinder sind die ersten Opfer einer geschädigten Umwelt und Luft. Zahlreiche Elterninitiativen haben an Vertreter aus Politik und Wirtschaft appelliert, wirksame Schritte zur Verminderung der Schadstoffbelastung zu tun; Briefe und Überlegungen dazu sind hier nachzulesen.

Das Buch umfaßt fünf Untersuchungen verschiedener Fachleute über umweltbedingte Erkrankungen der Atemwege bei Kindern. Es bestehen nachweislich Zusammenhänge zwischen hoch belasteter Luft und dem deutlich stärkeren Auftreten der Krupp-Erkrankungen sowie Bronchitis. Zudem gibt es direkte Proportionen zwischen geschädigten Waldflächen, eingeschränkter Luftqualität und dem Anstieg der Lungen- und Bronchialkrebsrate, festgestellt etwa im Raum Saarbrücken.

Informativ auch die medizinische Beschreibung der Krankheitsbilder von Krupp und Pseudo-Krupp, alarmierend die Tabellen und Diagramme zu Säuglingssterblichkeit, Waldsterben und Erkrankungen der Atemwege.

Umweltschutz für Kinder. Thema: Atemluft. Hrsg. v. Beate v. Devivere u. Ulrich Wemmer. Frankfurt/Main: S. Fischer, 1986. 122 S. (Fischer alternativ; 4110) DM 7,80/ sfr 6,60/ öS 60,80