Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bleibt auch nach Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes in der BRD ein Dauerthema. In zwei umfangreichen Beiträgen wird hier über die Entwicklung wirksamer Instrumente zur Umweltvorsorge referiert. Zunächst thematisiert W. Bückmann die theoretisch-methodischen und juristischen Probleme der UVP. Dabei stehen Fragen der Computer-Simulationsfähigkeit im Mittelpunkt des Interesses. Es werden v.a. zwei Studien des UNESCO-Programms MAB analysiert, die beide die prinzipielle Eignung des Simulationsansatzes bejahen. Nach Ansicht des Autors lässt jedoch der aktuelle Stand der Forschung "die Konzeption theoretisch-methodisch ,abgesicherter' Globalmodelle noch nicht zu". Kritisch äußert sich Bückmann zu Genehmigungsverfahren und der gesetzlich festgelegten UVP, da sie erst zur Realisierung eines bestimmten Projekts - also lediglich reaktiv - eingeleitet werden. Dagegen stellt H. Dreissigacker das Konzept der ökologischen Folgenbewertung vor, das im Rahmen der politischen und administrativen Entscheidungsfindung eine Konsens- und Akzeptanzoptimierung bei Beteiligten und Betroffenen zu erreichen versucht. Weitere Bereiche der ökologischen Vorsorge-Strategie wie das Umwelt-Regel- und Informationssystem (URIS) oder das Verursacher-Informationssystem (VIS) gelten in diesem Zusammenhang als wichtige Hilfsmittel einer systematischen UVP zur Erkennung und Vorausermittlung von Gefahrensituationen. Technikfolgenabschätzung Umweltverträglichkeitsprüfung 

Dreissigacker, Hans-Ludwig; Bückmann, Walter: Ökologische Folgenbewertung mit Umweltverträglichkeitsprüfung als Analyse- und Prognosetechnik. Köln (u.a.): Heymanns-Verl., 1991, 203 S., (Schriftenreihe Ökologie und Bodenschutz) DM 110,-1 sFr 93,30 1 öS 858