Das Projekt der Moderne, eine auf "Mangelmentalität" gegründete Ökonomie, ist zum Scheitern verurteilt: Die Verheißung uneingeschränkten Wachstums auf Kosten vielfach sinnentlehrter Arbeit ist an den Fakten der Zwei-Drittel-Gesellschaft zerbrochen, die sozialpolitischen und ökologischen Folgen machen grundlegend neue Arbeits- und Lebensformen zur drängenden Aufgabe. Die beiden Autoren, Unternehmensberater und Ökonomen der ersten Kategorie, belassen es nicht dabei, die nachweislich katastrophalen Folgen der Wegwerfgesellschaft zu beschreiben, sondern weisen nach, welche Wege hin zu einer „lernenden Gesellschaft der Zukunft führen könnten. Aufgabe der Wirtschaft wäre es, der selbstbestimmten Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter Priorität vor monetärer Gewinnmaximierung einzuräumen, Kreativität und Eigenverantwortung zu fördern und Mitbestimmung auszubauen. Im Bereich der Wissenschaften wird eine "Krise der Kausalität" konstatiert, die durch "einfühlende Untersuchungsformen" und Bewusstseinskausalität ergänzt bzw. überwunden werden könnte. Die Autoren lassen keinen Zweifel aufkommen, dass die "große Transformation" längst im Gange ist und sich die vorerst noch vereinzelt auftretenden Experimente einer ganzheitlichen (Unternehmens)Kultur im Wettlauf mit der Apokalypse behaupten werden, um zu guter Letzt "befreiende Horizonte zu erschließen." New Age Ökonomie: alternative 

Hormann, John; Harman, Willis: Future Work. Trends für das Leben von morgen. Stuttgart (u.a.): Bonn Aktuell, 1990. 2335., DM 39,-1 sFr 33,40 1 öS 304,20