Männer haben zu lange ein zu eindimensionales und zu unflexibles Leben geführt. Sie spalteten in ihrer Geschichte jene Eigenschaften ab, die ihrem Kampf um Welt- und Naturbeherrschung nicht förderlich schienen: Gefühle. Diese ''weichen'' Qualitäten delegierten sie an Frauen, so daß Emotionen nicht einfach menschlich, sondern geschlechtsspezifisch ''weiblich" wurden. Das führt zur innerlichen Enteignung der Männer. Vor dem Hintergrund der historischen und soziologischen Entwicklung des Verhältnisses der Geschlechter zueinander wird ein notwendiges Bild von der Umwertung aller Werte von Seiten des Mannes gefordert und dargestellt. Gezeigt werden konstruktive Wege und Modelle, wie Männer sich verändern können und müssen.

Hollstein, Walter: Nicht Herrscher, aber kräftig. Die Zukunft der Männer. Hamburg: Hoffmann und Campe, 1988.312 S. DM 32,-/sfr 27, 10/öS 249,60