In der seit Jahren bewährten Süd-Nord-Reihe legt der Lamuv-Verlag wiederum einige Bändchen vor, die insbesondere für den schulischen Gebrauch geeignet sind. Die angeführten Titel sind alle 1996 erschienen.

 

Zum Beispiel Autos. 2,3 Milliarden Pkw im Jahr 2030? Hoering, Uwe (Red.)

Zitat: „Es wäre von uns Europäern sehr egoistisch und arrogant, den Menschen in der Dritten Welt Autos zu verweigern." (Horst Teltschik, BMW-Vorstandsmitglied)

Zukunftsperspektive: Radikal autonome Fortbewegungsarten wie das Zufußgehen, Rollerskaten und Radfahren ist zu fördern. Nicht nur der primäre Energieaufwand, sondern auch die Wartung ist technisch einfach zu bewältigen.

 

Zum Beispiel Rindfleisch. Lauer. Ekkehard (Red.)

Zitat: „Die gefährlichsten Tiere? Sie haben große braune Kulleraugen und grasen muhend auf den Weiden." (Jeremy, Rifkin, US-Umweltschützer)

Zukunftsperspektive: Um sich umweltverträglicher und zugleich gesünder zu ernähren, sollte man auf fleischliche Kost entweder völlig verzichten oder nur gelegentlich konsumieren. Damit leistet man gleichzeitig einen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers in der Welt. 

 

Zum Beispiel Kurden. Metzger. Albrecht (Red.)

Zitat: „Kurden haben keine Freunde." (Kurdisches Sprichwort)

Zukunftsperspektive: Die vor allem auf Türkei, Iran, Irak und Syrien versprengten Kurden erleiden überall dort die Bedrängnisse von Minderheiten. Trotz gültig geschlossener Verträge (z. B. Sèvres 1920) konnte Kurdistan nie gegründet werden. Der Anspruch auf Autonomie ist innerhalb der Kurden sehr unterschiedlich ausgeprägt. Der PKK-Chef Abdullah Öcalan ist autoritärer und damit nicht unumstrittener Hauptbetreiber des Anliegens. Er bezeichnet sich selbst als Realisten und kommt als solcher zu dem Ergebnis, daß ein eigener Staat nach menschlichem Ermessen nicht (mehr) zu etablieren ist. Er spricht sich daher für ein föderatives System aus und plädiert für den Stopp von Waffenlieferungen an die Türkei, um so auch den PKK-Aktivismus beenden. 

 

Bliss, Frank: Zum Beispiel Palästina.

Zitat „Gaza ist ein Gefängnis, und Israel hat den Schlüsse." (Felicia Langer, jüdische Anwältin)

Zukunftsperspektive: Sowohl Palästinenser als auch Israelis berufen sich auf Besitzrechte, die seit ca. drei Jahrtausenden ständigen Veränderungen unterliegen. Wie die Geschichte zeigt. kann es nur eine stetige, immer wieder auch von Rückschlägen gezeichnete Annäherung mit dem Ziel eines Lebens in Würde und gegenseitiger Achtung geben. S. Sch.