Bildung für Nachhaltigkeit

Ausgabe: 2001 | 3

In Österreich wurde in den letzten drei Jahren ein Projekt zur „Umweltbildung in der LehrerInnenbildung“ (UMILE) durchgeführt, dabei hat man sich an den Erfahrungen des internationalen OECD-Projekts „Environment and School Initiatives“ (ENSI) orientiert. In diesem Buch werden nun die Ergebnisse dargestellt. Es wurden neun Fallstudien durchgeführt, in denen Universitäten oder Pädagogische Akademien gemeinsam mit Schulen Projekte im Umweltbereich ausgearbeitet, durchgeführt und analysiert haben. Ziel dieser Projekte war einerseits, Forschung und Lehrtätigkeit bzw. Lehrausbildung zu vernetzen, und andererseits einen neuen Aspekt in der LehrerInnenausbildung hervorzuheben, d. h. unter anderem den SchülerInnen zu zeigen, dass sie in der Gesellschaft wichtig sind und konstruktive Spuren hinterlassen können.

Die Studien erzielten meist nicht die erwünschten Ergebnisse. Ein großes Problem stellte das Zeitmanagement der StudentInnen und die nicht für Projekte geschaffene Struktur an Lehrausbildungsstätten und Schulen dar. Betont wurde auch die Bedeutung einer gut strukturierten Planung, wobei sowohl die Zuständigen an Universitäten und Akademien als auch LehrerInnen und StudenInnen daran beteiligt werden sollten. Der Informationsaustausch wurde von allen als sehr positiv erlebt, sodass man beabsichtigt, derartige Projekte weiter zu betreiben. Mehrere Institute haben sich nun für längere Zeit mit Schulen zur gemeinsamen Arbeit zusammen geschlossen. Strukturen für die Durchführung von Projektunterricht sollen an Universitäten und pädagogischen Akademien vermittelt und Teil der Curricula werden. A. M. L.

Bei Amazon kaufenBildung für Nachhaltigkeit. Studien zur Vernetzung von Lehrerbildung, Schule und Umwelt. Hrsg. von Peter Posch ... Innsbruck (u. a.): Studien-Verl., 2001. 297 S., DM 55,-  / sFr 50,- / öS 402,-