Am 5. Oktober 1991 stand ein Arbeitskreis auf dem Diözesantag für Pfarrgemeinderäte des Erzbistums Köln unter dem Motto "Ein weißer Fleck?! - Ökologie und katholische Soziallehre ". Bei insgesamt 1000 Teilnehmerinnen meldeten sich 50 für diesen Arbeitskreis, was für den Autor ein so ermutigendes Zeichen war, dass er zentrale Aussagen der Katholischen Soziallehre zum Thema "Ökologie" sammelte und in diesem Büchlein vorstellt. Als Quellen einer ökologiebewussten Katholischen Soziallehre nennt der Autor vor allem die päpstlichen Sozialenzykliken, bischöfliche Hirtenworte zu sozialen Fragen, Ergebnisse und Forschungen an den wissenschaftlichen Lehrstühlen für "Christliche Gesellschaftslehre" an den Universitäten sowie von bedeutenden Organisationen der katholischen Sozialbewegung beschlossene gesellschaftliche Leitlinien. Speziell die päpstlichen Sozialenzykliken, die der Autor heranzieht, lesen sich wie Texte radikaler Gesellschafts- und Zivilisationskritiker dieses Jahrhunderts. Sie beschreiben ökologische Verantwortung ausdrücklich als Pflicht jedes Menschen und nennen jene Werte unserer Zivilisation beim Namen, die zur Zerstörung der Um- und Mitwelt führen. Die zitierten Quellen lassen keinen Zweifel: Wer sich als Christ versteht, muss ökologisch verantwortlich handeln. Der Autor setzt sich dafür ein, diese klare Position der Katholischen Soziallehre "unters Volk" zu bringen und empfiehlt dazu spezielle Informationsstrategien. G. W

Vesper, Stefan. (K)ein weißer Fleck?! Ökologie und Katholische Soziallehre. Bad Honnef: Katholisch-Soziales Institut der Erzdiözese Köln, 1992. 95S., DM 9,80/ sFr 8,30 / öS 76,40