Das Neue Dorf

Vielfalt leben, lokalt produzieren, mit Natur und Nachbarn kooperieren

Otterpohl-Das-Neue-Dorf

Einen anderen Weg geht Ralf Otterpohl mit seinem Band „Das Neue Dorf“, wenn er für die Wiederbelebung schrumpfender Dörfer durch Wohn- und Arbeitsgemeinschaften plädiert. Über Miniframen, Gartenring-Genossenschaften, Gemeinschaftswohndörfer soll der ländliche Raum belebt und an einer ökologisch orientierten Lebensweise Interessierten leistbare Wohn- und Lebensmöglichkeit geschaffen werden. Bei einem „Neuen Dorf“ denkt der Experte für „Eco Town Design“ der TU Hamburg an Gruppen von 150 bis 300 Personen, die zum Teil normaler Erwerbsarbeit nachgehen, sich aber weitgehend mit Lebensmitteln selbst versorgen.

Die Basis wären produktive Waldgärten, Gartenbaubetriebe nach dem Permakultur-Prinzip und Freilandtierhaltung. Mehrere „Neue Dörfer“ könnten sich vernetzen, ideal wäre die Ansiedlung in der Nähe kleinerer Städte in Fahrradentfernung. Der Autor schildert bereits bestehende Projekte aus verschiedenen Ländern und plädiert dafür, eine Art „Neue Dorf“-Bewegung zu schaffen, die nicht zuletzt verödete Böden durch eine naturangepasste Landwirtschaft regeneriert. Ein durchaus spannender Ansatz, der bei des Konsumstrebens überdrüssigen (jungen) Menschen durchaus Anklang finden könnte.

Von Hans Holzinger

Otterpohl, Ralf: Das Neue Dorf. Vielfalt leben, lokal produzieren, mit Natur und Nachbarn kooperieren. München: oekom, 2017. 180 S. € 20,00 [D], € 20,70 [A]

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