Auch in der Luchterhand Flugschrift kommen einige Autorinnen zur Ansicht, dass nicht alle politischen Möglichkeiten zur friedlichen Konfliktbeilegung ausgeschöpft wurden. "Überlegungen zum Golfkrieg" steilen u.a. E. Jandl, G. Wohmann, Ch. Wolf, G. Grass, P. Bichsel und C. Bednarz an. Robert Jungk formuliert als dringlichstes Ziel der Friedensbewegung das "Verbot der Rüstungsproduktion und die Kontrolle aller Rüstung". Er ruft die Menschen aller Erdteile auf, "sich als Gestalter einer anderen, lebensfreundlicheren Gegenwart und als Bewahrer der Zukunft" zu verstehen. Auch Eugen Drewermann nennt in seinen Appellen, Reden und Predigten viele Gründe gegen den Krieg. Für ihn ist die einzige Chance der Zukunft der Friede. "Niemals mehr darf der Krieg als eine politische ,Option' gehandelt werden." Als Theologe und Priester betont er eindringlich, dass es keinen gerechten Krieg geben kann, weil er "das größte, konzentrierteste, systematischste Verbrechen darstellt, das Menschen gegen Menschen verüben können, und dass er mit allen Mitteln zu vermeiden ist".  Besieht man sich die Bilanz dieses Krieges, wird seine Sinnlosigkeit noch deutlicher. Keinesfalls konnte er zur Konfliktlösung in der Region beitragen. Einblicke in die Probleme und Zukunftsperspektiven bietet der Foto-Reportageband: Weltkrise Arabien. Allah, Blut und Öl. Hintergründe eines Konflikts. Hrsg. v. Peter Scholl-Latour. Hamburg: Gruner + Jahr, 1991. 160 S. (Dokumente zum Zeitgeschehen) DM 36, - / sFr 30, 50 / öS 280,80. Kritisches zur Rolle der Massenmedien im Krieg und zum journalistischen Berufsbild/Selbstverständnis findet sich in: Medien im Krieg. Die zugespitzte Normalität. Hrsg. v. d. Österr. Ges. f. Kommunikationsfragen. Salzburg, 1991. 76 S. (Medien Journal Sonderheft) 

Drewermann, Eugen: Reden gegen den Krieg. Hrsg. Bernd Marz. Düsseldorf: Patmos-Verl., 1991. 128 S., DM 12,80/ sFr 10,80/ öS 99,80