Dorfentwicklungsplanungen können Antworten auf viele Krisen unserer Zeit geben. Die Forschungsgemeinschaft "Bauen und Wohnen" beweist dies anhand von Erfahrungen im ländlichen Raum. Problembereiche wie Verkehr, Wohnen, Erholen und Arbeiten - flächenbezogene Grundfunktionen aus den Maximen der Charta von Athen aus dem Jahr 1933 - werden jeweils durch eine städtebauliche Bestandsaufnahme analysiert. Dabei stellt sich heraus, daß Einzelmaßnahmen nicht sinnvoll sind und vernetztes Denken besonders in der Dorfentwicklungsplanung gefordert ist.

Dazu dient die Planerstellung des örtlichen Entwicklungskonzeptes, auf der alle weiteren Maßnahmen aufbauen. Gute Pläne sind eine Sache, entscheidend jedoch ist die Verwirklichung im öffentlichen und privaten Bereich. In sehr anschaulicher Plan- und Bilddarstellung wird gezeigt, welche Gestaltungsmöglichkeiten in der Großform, in der Grünraumgestaltung sowie im Detail gegeben sind, um ein Ortsbild zu sanieren.

Planer, Politiker und Behörden finden hier wertvolle Anregungen für die Qualitätsverbesserung des ländlichen Raums.

Oertel, Dietrich: Dorfentwicklungsplan in Baden-Württemberg - Erfahrungen und Probleme. Stuttgart (u. a.): Kohlhammer, 1986. 176 S. DM 49,60/ sfr 41,60/ öS 387,-