Zwischen Schallplatten und Streamingdiensten

Wie Digital Natives Musik rezipieren

Linek-Zwische-Schallplatten-und-StreamingdienstenMit der Abschlussarbeit „Über die Veränderung der Musikrezeption von Digital Natives. Modernes Konsumverhalten von Musik“ absolvierte Lukas Linek 2017 sein Magisterstudium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Eben diese Ausführungen wurden nun vom Büchner Verlag mit einem leicht abgewandelten Titel publiziert.

Strukturiert untersucht der musikbegeisterte Autor den Wandel von Konsum, Produktion und Marketing im historischen Kontext, von der Etablierung der Vinyl-Schallplatte über den Erfolg der CD, hin zu digitalem Streaming. Dabei berichtet er unter anderem von einer quantitativen Zunahme und einer qualitativen Abnahme produzierter Musik und fordert eindringlich ein Umdenken der Musikindustrie: „Wenn Musik wieder hochwertiger produziert, Künstler, Tontechniker, Distributoren fairer entlohnt werden und ein Bewusstsein für ‚Qualität‘ geschaffen wird, werden sich bisher verborgene, aber ungeahnte Potenziale entfalten. Wenn die Musikindustrie aufhört, MP3-Dateien als Standard anzusehen, Digital Natives seelenlos produzierte Konservenmusik im Sparabo anzubieten, werden diese sich nach Alternativen und neuen Möglichkeiten umsehen.“ (S. 122) Um Musik vor einer irreversiblen Verwandlung in ein „seelenloses und austauschbares Konsumprodukt“ (S. 124) zu retten, plädiert Linek für einen Paradigmenwechsel. Dieser müsse von der Musikindustrie initiiert und gemeinsam mit anderen Branchen konsequent umgesetzt werden.

 Von Katharina Kiening

Linek, Lukas: Zwischen Schallplatten und Streamingdiensten. Wie Digital Natives Musik rezipieren. Marburg: Büchner Verl., 2018. 142 S., € 18,- [D, A]

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