In diesem Buch kommen vierzehn Ureinwohner aus allen Teilen der Erde zu Wort. Es sind Vertreter jener Art von Populationen, die in zutreffender Weise Naturvölker genannt werden. Sie berichten über ihre traditionelle Lebensweise, durch die sie seit Jahrhunderten im Einklang mit ihrer Umwelt leben, als deren untrennbarer Teil sie sich verstehen; sie zitieren aus der Mythologie ihres Stammes, Volkes oder Kulturkreises und berichten über den Kontakt mit der westlichen Kultur. Einer Kultur, der sie (beziehungsweise ihre Ahnen) anfangs mit Staunen, dann mit Unverständnis und schließlich, nach schmerzlichen Erfahrungen, mit Ablehnung gegenüberstehen, einer Ablehnung, die von den Naturvölkern als überbrückbar angesehen wird. Denn auch in die Irre gegangene Menschen bleiben ein Teil der ganzheitlichen Natur, die es ja zu retten gilt. Wenn es eines weiteren Beweises für die Richtigkeit der lange Zeit als primitiv diskriminierten Weitsicht der Naturvölker bedarf, dann findet ihn der Leser in diesem Buch. Es ist die faszinierende übereinstimmende Demut (Gesinnung eines Dienenden) und Achtung, mit der die unterschiedlichsten Naturvölker der Schöpfung begegnen.

R. T

"Stimmen der Erde" Ureinwohner über Umwelt und Entwicklung. Hrsg. Aktionsgruppe Big Mountain

München: Raben-Verl., 1993. 196 S., DM 29,80/ sFr 27,40/ ÖS 232,50