In den europäischen Städten sind Umweltprobleme und wirtschaftliche Schäden, die durch den motorisierten Verkehr verursacht werden, besonders gravierend. Einzelne Städte und Regionen haben jedoch beispielhafte alternative Verkehrslösungen durchgesetzt, die in dieser Studie vorgestellt werden. Dabei geht es im ersten Teil um prinzipielle Lösungsansätze für eine ökologisch und nicht zu vergessen auch ökonomisch sinnvollere Abwicklung des Straßenverkehrs. Fußgänger- bzw. fahrradfreundliche Maßnahmen und die Förderung des öffentlichen Verkehrs werden an Hand konkreter Beispiele aus ganz Europa erläutert und mit vielen Fotos und Skizzen illustriert.

Andere Ansätze sind Empfehlungen für maßgeschneiderte parkplatzpolitische Strategien, Verkehr sparen durch Raumplanung und die Einführung einer City-Maut (Straßenbenützungsgebühr), wie in Stockholm geplant. Im zweiten Teil der Broschüre werden positive Beispiele aus Österreichs Städten vorgestellt. So führte z. B. die Einführung von Tempo 30 flächendeckend in der Stadt Graz zu einer wesentlichen Abnahme der Unfallopfer, in Dornbirn konnte durch die Einrichtung eines völlig neuen Stadtbussystems seit 1991 die Fahrgastfrequenz wesentlich erhöht werden. Die In-   halte dieser Publikation sind Teil einer großangelegten Studie von T&E (Transport & Environment), der europäischen Dachorganisation aller umweltorientierten Verkehrsclubs.

D. N.

Sanfte Mobilität in Europas Städten. Hrsg. v. Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Wien: 1995. 48 S, DM 15,-/sFr 13,-/ÖS /20,-