Im Gegensatz zu den alten Windmühlen (ca. 20 0/0) wird mit modernen Windkraftanlagen ein Wirkungsgrad von etwa 50 bis 60 Prozent erreicht. Besonderes Kennzeichen der Windenergie ist, dass die am Windgenerator »anfallende Leistung mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit wächst-. Bei doppelter Windgeschwindigkeit kann also die achtfache Leistung erzielt werden. Am Beispiel der Windkraftanlagen in den Bergen östlich von Los Angeles (1986 waren 7.100 Windgeneratoren installiert) wird gezeigt, dass die Wahl des Aufstellungsortes wichtiger ist als der aerodynamische Entwurf. Die Kapazität dieser Anlage lag weit unter den Erwartungen. Der Plan, die Windenergie als Beitrag zur Deckung der Spitzenlast einzusetzen, erwies sich zudem nur als geringe Entlastung der konventionellen Kraftwerke. Die in das Netz eingespeiste Leistung der Windkraftanlage betrug nur ein Prozent der Netzhöchstleistung. Die in Dänemark und der Bundesrepublik Deutschland gemachten Erfahrungen sind etwas günstiger.  Das auch im Bereich alternativer Energieentwicklung der Schritt zu großtechnische Anlagen wie in Kalifornien (Generatoren verteilt auf eine Fläche von 200 Quadratkilometern) nicht der beste sein muss, zeigt dieser Bericht. Wie in allen anderen Bereichen sollte der Trend hin zu kleineren Einheiten gehen.

Möglichkeiten und Grenzen der Windkraftanlagen. In: Report. 1987, Nr. 7, S. 43-45