Nach einem kurzen Überblick zur Geschichte der Nachrichtenübermittlung wird die stürmische Entwicklung digitaler Verfahren beim Nachrichtenaustausch dargestellt. Die Mikroelektronik wird die Bürolandschaft entscheidend verändern. Während die Glasfaser-Breitbandtechnik bis Mitte der neunziger Jahre in Betrieben serienmäßig zum Einsatz kommen soll, wird das Bildfernsprechen etwas länger auf sich warten lassen. Im Büro des 21. Jahrhunderts wird kaum mehr mittels Papier auf dem Postweg korrespondiert, sondern hauptsächlich über Datennetze mit Bildschirm und Drucker. Weitere Möglichkeiten bieten sich durch leistungsfähigere und ausschließlich privat genutzte Kommunikationssatelliten. Durch den Einsatz neuer Techniken wird der bisherige Charakter der Arbeit wesentlich verändert. Zum besseren Verständnis werden zusammenfassend die theoretischen Grundlagen der Kommunikationstechnik überblicksartig beschrieben. Etwas ausführlicher wird auf die Funktion öffentlicher und privater Netze und Dienste, netzwerkfähiger PC's und elektronischer Speicher-Schreibmaschinen eingegangen. Im Anhang sind Erfahrungsberichte verschiedener Anwender zusammengestellt. Das Buch kann als Einführung durchaus brauchbare Dienste leisten, wird aber. den Erfordernissen und Erwartungen möglicher Anwender keinesfalls gerecht. Zudem werden viele Fragen, wie z. B. die negativen Auswirkungen der Mikroelektronik auf die Arbeitsplätze, nicht beantwortet. Der Optimismus bezüglich BTX ist wohl nicht begründet, die Benutzerzahlen liegen heute weit unter den Erwartungen. Allzu zuversichtlich ist auch die Einschätzung der Satellitenkommunikation, die durch den Shuttle-Unfall einen gravierenden Rückschlag erlitten hat. Gegenüber gr08technischen Systemen im Bereich der Bürokommunikation, wie sie Aschenbrenner unter anderem anspricht, ist Vorsicht geboten. Sinnvoll wäre nur die vom Menschen dezentral und in Eigenverantwortung eingesetzte EDV.

Aschenbrenner, Jürgen: Die elektronische Büro-Kommunikation in Gegenwart und Zukunft. München: Pflaum, 1986. 154 S.