Im Rahmen des Projekts "Hilfe zur Selbsthilfe für die Volkshochschulen in der ehemaligen DDR", welches vom Herausgeber dieser Broschüre initiiert wurde, moderierte der in der Stadtplanung Nürnbergs teil beschäftigte und seit einigen Jahren in der "Moderatoren-Szene" maßgebliche Akzente setzende Reinhard Sellnow eine fünftägige Zukunftswerkstatt (ZW). Sie sollte zum einen Möglichkeiten der VHS-Bildungsarbeit unter den spezifischen Bedingungen der neuen Bundesländer eruieren und den Teilnehmern zugleich das Rüstzeug zur Hand geben, das Konzept der ZW im Rahmen ihrer pädagogischen Arbeit eigenständig einzusetzen. Mehr noch als die Tatsache, dass mit diesem Ansatz ein weiteres Mal Impulse für die pädagogische Arbeit in der Erwachsenenbildung gesetzt wurden, ist zu vermerken, dass die vorliegende Dokumentation im Sinne der Weiterentwicklung der Methode wesentliche Akzente setzen könnte. Klar gegliedert und auch für Außenstehende in allen Phasen nachvollziehbar, werden die inhaltlichen Perspektiven aufbereitet; darüber hinaus - und gerade das ist angesichts der vielfach zu konstatierenden .methodologischen Geheimdiplomatie" besonders hoch zu veranschlagen - gibt der Moderator vorbehaltlos Einblick in sein pädagogisches Rüstzeug: Das Verfahren der Zeitreise, diverse entspannungs- und kommunikationsfördernde Übungen ("Stumme Tortour", „Mind Mapping ") und nicht zuletzt auch organisatorische Hilfsmittel sind als Instrumentarien der Zukunftswerkstatt m. W. mit dieser Publikation erstmals einem breiteren Kreis zugänglich gemacht.  Das Konzept zur Förderung partizipatorischer Demokratie hat sich in gut zwanzig Jahren zu seinem Vorteil weiterentwickelt. Es wäre an der Zeit, weitere Erfahrungen, die zwischen Lüneburg, Berlin und München sowie darüber hinaus - mit Erfolg erprobt und gehütet werden, endlich offenzulegen und systematisch zu erfassen. (Bezugsadresse: Pädagog. Arbeitsstelle, Holzhausenstr. 21, OW-6000 Frankfurt/M., Tel.: (06) (069) 154005/73) Walter Spielmann 

Kade, Sylvia: "Zukunftswerkstatt - Bürgerforum" Hrsg. v. d. Pädagog. Arbeitsstelle des Deutschen Hochschulverbandes e. V, Frankfurt/M.., 1991. 50S., kostenlos