Die Erde ist nahezu unbewohnbar. Die auf wenigen Berggipfeln erbauten Städte sind vom Untergang bedroht, die Weltbevölkerung beträgt nur noch 250000 Menschen - die Zukunft lässt grüßen, auch wenn es im vorliegenden utopischen Jugendroman noch einmal Rettung in letzter Sekunde gibt.   Drei Jungen, die einen Campingurlaub in den schottischen Mooren verbringen wollten, werden von der Besatzung des Raumschiffs "Tesla 6", das sich auf Zeitreisen versteht, in die Zukunft entführt. Mitgenommen wird außerdem „neues Pflanzenmaterial" zur Ernährung und Sauerstoffproduktion. In einem Schnellkurs erfahren die drei Jungen, wie sich unsere Zivilisation durch die fortwährende Zerstörung der Umwelt weiterentwickelt hat: Hoher Temperaturanstieg, das Abschmelzen der Polarkappen, Überschwemmung der tiefliegenden Gebiete der Erde, Erdbeben und erhebliche Vulkantätigkeit sind Realität geworden. Zurückgekehrt in ihre Welt, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Die Idee der Erdenjungen, die Bevölkerung mit den „Zeitschiften" aus der Zukunft in die Gegenwart zu evakuieren, gelingt letztlich doch. Dieser SF-Roman, geeignet für Kinder ab 10, bietet ein Katastrophenszenario mit ökopädagogischem Tiefgang. Mehrmals wird auf die Verantwortung hingewiesen, "die wir für die Menschen haben, die nach uns kommen werden". AA

Wells, Clifford: Warnung aus der Zukunft. München: Bertelsmann, 1992. 166 S., DM 8,80 I sFr 750 I öS 68,60