Gegen den in der Tourismusforschung ihrer Meinung nach vorherrschenden affirmativen Positivismus des Bestehenden wendet sich die Tourismus- und Freizeitforscherin Felizitas Romeiß-Stracke. Ihr geht es v. a. um die "Übersetzung" wissenschaftlicher Sprache, um Provokation und Humor, um jene Menschen zu erreichen, "die dieses Wissen praktisch verarbeiten müssen': Ihre Themen sind überaus vielfältig und reichen von „Tourismus als Leitökonomie der zweiten Moderne" über die "Bedrohung der Touristikbranche durch Multimedia" bis zu Trends und Gegentrends sowie acht Forderungen für die Tourismuspolitik in Deutschland: U. a. erhöhte Fachkompetenz, die Konzentration auf ein klar definiertes Kerngeschäft, mehr Qualität sowie die Vernetzung von Tourismus und Naherholung.


A. A.

Romeiß-Stracke, Felizitas: Tourismus - gegen den Strich gebürstet. Essays. München (u.a.): Profil-Verl., 1998. 145 S. (Reihe Tourismuswissenschaftliche Manuskripte; 2) DM / sFr 29,80 / ÖS 218,-