An den Jugendaktionen gegen Umweltzerstörung lassen sich - wie an den Bäumen - "Jahresringe" ausmachen: wurden in den 70er Jahren hauptsächlich Aktionen gegen das Baumsterben in den Städten gesetzt, protestieren Jugendliche heute gegen Waldsterben, Müllberge, die um sich greifende allgemeine Gleichgültigkeit. Die im ersten Titel vorgestellten Projekte gehen auf eine in der BRD bundesweit durchgeführte Aktion unter dem Motto" Nicht für die Schule - Fürs Überleben" zurück. Diesen Aktivitäten gingen mitunter langwierige Prozesse - Gruppenbildung, Projektplanung und -auswertung - voraus. So organisierten Jugendliche schon 1973 auf Anregung eines Geographielehrers eine Straßenbefragung Ravensburger Bürger zum Baumsterben in ihrer Stadt und führten eine öffentliche Diskussion mit der Stadtverwaltung. Die Jugendlichen von damals ziehen heute das Resümee "mit bei den Ersten gewesen zu sein", sehen zwar Veränderungen im öffentlichen Denken, suchen aber nach konkreten Auswirkungen bei den zuständigen Stellen. Ideen müssen Taten folgen - so kann das "Jugendaktionsbuch" Natur und Umwelt" charakterisiert werden: klar und knapp sind die nötiqen Informationsblöcke verfasst, ebenso prägnant sind die darauffolgenden Tipps formuliert. Die reiche Ideensammlung lädt dazu ein, nicht nur zu lesen, sondern auch zu handeln. Jugendaktion Umweltschutz

Jugendaktionsbuch Natur und Umwelt. Hrsg. v. Bund f. Umwelt u. Naturschutz. 2. völlig veränderte und erweiterte NeuaufIage Baden-Baden: Freizeit-Verl., 1990.223 S., DM 29,80/ sFr 25,20 / öS 232