Personal Computer (PCs) dominieren bereits die Computerindustrie: weltweit werden damit jährlich 93 Mrd. $ umgesetzt, während für Großanlagen inkl. Software und Peripherie nur 50 Mrd. $ ausgegeben werden. In den 90er-Jahren wird den PCs eine noch größere Bedeutung zukommen. Die Hersteller von Chips hoffen, wie in den 80ern auch weiterhin alle zwei Jahre die Leistung der Mikroprozessoren verdoppeln zu können. Das wird zum Ende des Jahrzehnts Tischgeräte möglich machen, deren Leistung die der heutigen Großrechenanlagen übertrifft. Man wird überall auf PCs treffen: in Tischgeräten, Koffergeräten, Handgeräten und vielen alltäglichen Gütern. Die unmittelbar bevorstehende nächste Entwicklung sollen notizblockgroße "Pentop"-Geräte sein, die Handschrift verstehen. Um 1995 sind neue Zwergcomputer zu erwarten, die gesprochene Befehle verstehen werden. In zehn Jahren werden PCs unseren Alltag so durchdringen wie heute das Telefon. In unseren Wohnzimmern wird eine Kombination aus PCs, hochauflösendem Fernsehen, HiFi-Geräten und Videorecordern als neues Multimediainformations- und Unterhaltungssystem stehen. Allerdings benötigen die PCs von morgen, um Handschrift zu lesen, um die menschliche Stimme zu verstehen und um digitalisierte Bilder und Klänge verarbeiten zu können, eine fortgeschrittenere technische Basis weder der heutige Standard von IBM noch der von Apple Macintosh reicht dafür aus. Apple und IBM haben daher eine Kooperation begonnen und wollen fur die zweite Hälfte unseres Jahrzehnts ein neues PC-Design entwickeln, das ihnen die Marktführerschaft wieder sichern und die Gewinnmargen wiederherstellen soll. Der Wettbewerb wird heftig sein. 

PCs: What the Future holds. In: Business Week. 12. Aug. 1991, S. 58-64. (Personal Computer - was sie in Zukunft bringen)