Seit Jahrzehnten vergiften multinationale Unternehmen durch den Abbau von Uranerz Mensch und Natur. Bereits am Beginn der atomaren Brennstoffkette werden die Menschen- und Landrechte vorwiegend indigener Völker missbraucht. Etwa 70% der WeIturanvorräte liegen auf solchen Gebieten. Bis heute wurden über eine Milliarde Tonnen radioaktiver Abraumhalden meist völlig ungeschützt hinterlassen. Die vorliegende Publikation macht mit Blick auf die sozialen und kulturellen Auswirkungen für die betroffenen Ureinwohner mit Nachdruck auf die Gefahren aufmerksam. Sie entstand im Anschluss an die Kampagne Das Uran muss in der Erde bleiben - Atomwirtschaft kontra Umwelt und Menschenrechte". In Einzelanalysen wird zunächst auf die Rolle der vier deutschen Unternehmen eingegangen, die am Geschäft mit Uransuche und -abbau beteiligt sind. Nachgezeichnet wird die Geschichte des Uranbergbaus in den USA seit Anfang der 40er Jahre, In Kanada, dem seit den 80er Jahren größten Uranproduzenten der westlichen Welt, sowie in Afrika. Die ökologischen und gesundheitlichen Gefahren werden eingehend erörtert. Am Beispiel der kanadischen Uranabbaugebiete - im Land der angeblich unberührten Natur und seiner Seen - wird deutlich, wie den Gewässern und dem Leben darin dauernder Schaden zugefügt wird. Schließlich wird der Zusammenhang von Uranbergbau und Atomwaffen herausgestellt. Bis in die frühen 60er Jahre diente nämlich die Uranproduktion fast ausschließlich zur Abdeckung der Atomwaffenprogramme. Mit den Ureinwohnern ist ein sofortiger Atomteststopp und die Einstellung von Uransuche und -abbau zu fordern. 

Das Uran und die Hüter der Erde. Atomwirtschaft, Umwelt, Menschenrechte. Schuhmann, Holger ... (Mitarb.) Hrsg. v. BUND u. d. Ges. f. bedrohte Völker (GfbV). Stuttgart: Guell-Verl., 1990.204 S., DM 19,80/ sFr 17,- / ÖS 154,40