Von 1982 bis 1989 haben die sogenannten Entwicklungsländer - vor allem jene Lateinamerikas und Afrikas - über den Schuldendienst um 236,2 Mrd. USDollar mehr an die Industriestaaten überwiesen, als an Kapital vom Norden in den Süden floß. Trotzdem ist die Verschuldung des Südens im gleichem Zeitraum von rund 600 auf etwa 1300 Mrd. US-Dollar gestiegen und damit auch das Elend in diesen Ländern: Rund eine Milliarde Analphabeten weltweit, vierzig Millionen Jugendliche, die in Lateinamerika auf der Straße leben, 1440 schwangere Frauen und 40000 Kinder, die weltweit pro Tag sterben, signalisieren eine rapide Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in der Dritten Welt. Anlaß für viele - wenn auch immer noch zu wenige Menschen, sich gegen dieses Unrecht zu engagieren. Das vorliegende Aktionsbuch gibt die für eine effiziente Dritte-Welt-Arbeit nötige Basisinformation an die Hand. Es läßt Stimmen aus den betroffenen Ländern zu Wort kommen, stellt beispielhafte Aktionen vor, gibt Tips für das Gründen von Initiativen und Organisieren von Veranstaltungen. Umfangreiche Literaturhinweise, verfügbare Unterrichtsmaterialien, Film- und Tonbildmaterial sowie Adressen ansprechbarer Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ergänzen den Band. R. T

Pater, Siegfried: Aktionshandbuch Süd-Nord. Göttingen; Lamuv, 1993. 189 S., DM 16,80/ sFr. 14,70/ öS 131