Berichtet wird an dieser Stelle über Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung sowie über Strategien zur Klimastabilisierung. Klimaveränderungen, so die Autoren, sind für den Menschen nicht neu, wohl aber die aktuelle Geschwindigkeit dieser Vorgänge, welche die natürliche Evolution um den Faktor 10 übertrifft, so daß „die Gefahr einer ökologischen Verwüstung für die kommenden Jahrzehnte besteht“. Auch ist ein Resümee der bisherigen Klimapolitik nicht ermutigend, da statt einer Stabilisierung der Emissionen in den meisten Industriestaaten eine Erhöhung zu registrieren ist. Hinzu kommt, daß die Entwicklung in der Dritten Welt macht das Bild noch düsterer.

Richtlinien für nationale Klimapläne wurden 1995 vom Wissenschaftlichen Beirat der UN zur Klimaveränderungen (IPCC) sowie der Klimakonvention Berlin erstellt. Die Überwindung der Kohlenstoffdominanz vermehrter Einsatz von Erdgas, vor allem aber neuer Technologien mit verbesserter Energieeffizienz bei regenerierbaren Energiearten (Sonnen- und Windenergie!) sind grundsätzlich als zukunftstaugliche Optionen anerkannt.

Auch wenn die deutschsprachige Ausgabe dieser Studie mit rund zweijähriger Verzögerung gegenüber dem amerikanischen Original vorliegt, ist sie in Anbetracht des Anwachsens von  teils katastrophalen Klimakapriolen von beklemmender Aktualität. H. Hk.

Flavin, Christopher; Tunali, Odil: Ein Klima der Hoffnung. Neue Strategien zur Stabilisierung der Weltatmosphäre. Schwalbach/Ts.: Wochenschau-Verl., 1998. 88 S. (Worldwatch Paper; 20). DM 18,60 / sFr 18,- / öS 137,-