Säkularer Humanismus

Philip Kitchen und HumanismusDie Hirnforschung und die Verhaltensforschung entzaubern eine Vielzahl von Ideen, die wir über die Existenz haben. Sei es der Zweifel an unseren Fähigkeiten, selbst unsere eigenen Erfahrungen zu erklären, sei es am Primat des „klaren Denkens“ gegenüber dem Erkenntnisgewinn im Schlaf. Und damit sind nur Beispiele von Publikationen dieser Tage genannt. Im Vergleich dazu ist Philip Kitcher altmodisch. Er setzt sich noch mit Gott auseinander und versucht in sehr sachlichem und freundlichem Ton ein Argument für säkularen Humanismus vorzubringen. Auf 167 Seiten versucht er zu zeigen, dass eine Welt ohne Gottesglauben durchaus Werthaltungen und Ethik hervorbringen und aufrechterhalten kann. Er diskutiert, welche Funktionen nach dem Ende der Religionen fehlen würden, wie dies zu kompensieren sei. Seine Gesprächspartner sind Figuren der Literatur und der Philosophie. Kitcher liefert einen wichtigen Bezugspunkt für diejenigen, die sich mit moderatem Humanismus auseinandersetzen wollen. In den USA spielen seine Argumente eine relevante Rolle. Das Buch ist bislang leider nur auf Englisch erschienen.

Bei Amazon kaufenKitcher, Philip: Life after Faith. The Case for Secular Humanism. Yale: University Press, 2014. 175 S.,12,99 Pfund
ISBN 978-0-300-21685-1

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