Ökosozial denken und handeln, also die soziale Eingebundenheit eines Individuums, die komplizierte Vernetzung seines familiären, beruflichen und sozialen Umfeldes in eigenes Denken und Handeln mit einzubeziehen, bedeutet für die Sozialarbeit das Abgehen von der bisherigen Praxis, die sich darauf beschränkt, Notlagen und Problemen des Einzelnen "helfend" gegenüberzutreten. Im neuen Modell der ökosozialen Sozialarbeit wird der "Sozialfall" nicht nur einer sprachlichen Korrektur unterworfen; auch die helfende Beziehung wird im ökosozialen Konzept auf eine neue Basis gestellt. Begriffe wie "Lebenslage" und "Lebensweise", "Bewältigungsverhalten" und "Selbstorganisation " sind dafür ebenso kennzeichnend wie" Kompetenz", "Ressourcenpflege " oder "U Unterstützungsmanagement". Der Verfasser, diplomierter Psychologe und Leiter des Ausbildungsbereiches "Sozialwesen" an der Stuttgarter Berufsakademie, behandelt im ersten Abschnitt den theoretischen Bezugsrahmen und Grundsätzliches, während der zweite Teil arbeitsspezifischen Anwendungen gewidmet ist. Zuletzt geht der Autor im Sinn einer Orientierungshilfe auf die Motivation und Ökonomie der Sozialarbeit ein. Sozialarbeit 

Wendt, Wolf: Ökosozial denken und handeln. Grundlagen und Anwendung in der Sozialarbeit. Freiburg i. Br.: Lambertus, 1990. 232 S., DM 36,- / sFr 30,80/ öS 280,80