Medienwirksam beantragte der 37-jährige Ioane Teitiota von der Pazifikinsel Kiribati mit seiner Familie in Neuseeland Asyl. Er möchte als Klimaflüchtling anerkannt werden, da seine Heimatinsel vom steigenden Meeresspiegel bedroht ist. Der Inselstaat Kiribati mit seinen 33 Atollen liegt durchschnittlich 2 Meter über dem Meeresspiegel. Der UNO-Klimarat hat in seinem jüngsten Bericht einen weltweiten Anstieg der Ozeane um rund drei Millimeter pro Jahr festgestellt und vor einem stärkeren Anstieg in den nächsten Jahrzehnten gewarnt. Die Meere könnten also bis Ende des Jahrhunderts um 26 bis 82 Zentimeter steigen. Dies zeigt auf beängstigende Weise, wie der Klimwandel die pazifischen Inseln beeinflusst und die Gegenwart und Zukunft der Bewohner-Innen dort beeindrächtigt. Der vorliegende Band möchte nicht zuletzt deshalb Einblicke in spezfische Bedrohungen und auch Bewältigungsstrategien geben. Die Bedeutung der Sozialwissenschaften ist dabei ebenso Thema wie der Beitrag oder auch die Verweigerung der Bevölkerung und politischen Führung in einzelnen Pazifikstaaten zu Klimawandelanpassungs- und Überlebensstrategien. Gleichzeitig werden Bemühungen internationaler Umweltorganisationen und lokaler NGOs ebenso vorgestellt wie zwei karibische Inselstaaten und ihre Vorgehensweise bei Naturkatastrophen. Alfred Auer

 

Klimawandel im Pazifik. Hrsg. v. Margit Wolfsberger … Wien: LIT-Verl., 2013. 171 S.,

€ 19,90 [D], 20,50 [A], sFr 27,90

ISBN 978-3-643-50533-0