In Erinnerung an 13 Frauen wollen die Autorinnen (allesamt Theologinnen) Frauen ermutigen, „im Kontext heutigen Lebens nach Sinn zu suchen und Verantwortung zu übernehmen“. Sie wollen die Frauen also „politisieren“, und das durch Konfrontation mit Frauengestalten der jüngeren Geschichte, die auf einem Gebiet Pionierin waren und „von deren geistigem und organisatorischem Erbe wir bis heute zehren.“ (S. 7)

Vorgestellt werden u. a. die Schriftstellerin, Pazifistin und Initiatorin des Friedensnobelpreises Bertha von Suttner, die Ärztin, Psychologin und Pädagogin Maria Montessori, die Intellektuelle, Sozialarbeiterin und Mystikerin Madeleine Debrel und die Widerstandskämpferin Sophie Scholl. Nach einer Kurzbiographie mit Foto gibt es Anregungen zur Erschließung der Lebensgeschichte in Symbolen, ein Originaltext der Portraitierten, Texte zum Thema, Impulse für einen Gottesdienst und Gesprächskreise wie auch für weitere Aktivitäten.

Ein Buch zum Einlesen in die Frauengeschichte der letzten zwei Jahrhunderte, ein Buch für in der Erwachsenen- bzw. Frauenbildung Tätige, sehr praxisorientiert und mit vielen Anstößen zum Denken, wie dieses Zitat von Bertha von Suttner: „Nur ein redliches Mittel gibt es, Verfolgte vor Verfolgung zu schützen: sich neben sie zu stellen.“ Aktuell heute wie damals. S. A.

Das Unmögliche von heute ist die Arbeit von morgen. Ein Werkbuch über Frauen für Frauen von Frauen. Hrsg. v. Margret Schäfer-Krebs. Ostfildern: Schwabenver. (u. a.), 1998. 176 S., DM 24,80 / sFr 24,- / öS 181,-