Das Ringen zwischen alten zentralen und neuen dezentralen Energiestrukturen ist auch Thema des Bandes „Stromwechsel“ dreier taz-Journalisten. Sie beschreiben, wer die Energiewende „antreibt und wer sie hintertreibt“ (S. 8). Vorgestellt werden Pioniervorhaben wie ein erstes Wind-Wasserstoff-Hybridkraftwerk nahe Berlin, das Windstrom in Wasserstoff speichern soll, oder das ambitionierte Programm der Bundesregierung, bis 2020 10000 Megawatt Windleistung vor den deutschen Küsten zu installieren (bisher sind es 200 MW). Informiert wird aber auch über Brems- und Verzögerungsmanöver etwa der Kohlelobby sowie jene der Atomenergie, die in Deutschland freilich nach Fukushima offensichtlich endgültig den Kampf verloren hat. H. H.

 

Koch, Hannes u. a.: Stromwechsel. Wie Bürger und Konzerne um die Energiewende kämpfen. Frankfurt/M: Westend 2012. 182 S. € 12,99 [D], 13,40 [A], sFr 17,50

 

ISBN 978-3-86489-008-6