Das Buch ist "der Vermehrung gewidmet, ohne die das Fach, die Autoren und die Leser nicht möglich gewesen wären ..." Diese Vorbemerkung deutet schon auf die humoreske Richtung dieses Beitrags zu einem schwierigen Wissensgebiet hin. Es handelt sich um eine amüsante Geschichte der Genetik, beginnend bei unseren Vorfahren bis hin zu den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Gentechnologie. Trotz der Tragweite der in Kapiteln abgehandelten Bereiche darf und kann gelacht werden.

Gerade das ermöglicht auch dem Laien den Zugang zu komplizierten Sachverhalten. Mit einem schmunzelnden und einem ernsten Auge erfährt der Leser etwas über die Mendel sehen Kreuzungsexperimente, die Entdeckung der DNA, Mechanismen der Genregulation sowie über den heutigen Stand der Genchirurgie. Neben dem pädagogischen Zweck des Bandes werden auch kritische Aspekte des Gegenstandes keinesfalls vernachlässigt. Nicht zuletzt sind die wachsenden Möglichkeiten, die Natur des Menschen zu verändern, besorgniserregend.

Für die Genchirurgie haben wir noch kaum eine Sprache gefunden, geschweige denn soziale und politische Institutionen, die darüber entscheiden könnten. "Mit der Macht übernehmen wir die Verantwortung, weise zu wählen. Viel hängt von der genauen Darstellung unseres Wissens ab. (... ) Jeder sollte ein Biologe sein und die Welt ein Klassenzimmer!" Insgesamt ein gelungener Versuch, Wissen einmal anders zu übermitteln, ohne zu verharmlosen.

Gonick, Larry; Wheelis, Mark: Genetik in Cartoons. Berlin (u. u.): Parey, 1986.224 S. (Pareys Studien Texte) DM 26,-/ sfr 21,80/ öS 202,80