Zunächst strapaziert der Autor - von Heraklith und Homer bis Platon, von Kant über Nietzsche bis Schopenhauer. von Hegel und Humboldt bis Schleiermacher und von Heidegger bis Wittgenstein - nahezu den ganzen Gotha der Philosophiegeschichte, um einen soliden Sockel für das eigentliche Vorhaben zu schaffen. Darauf aufbauend, wird die Inflation der Vernunftkritiken beklagt, um im Anschluss daran der Irrationalität, dem Pluralismus der Postmoderne, kurz dem anderen Denken, den Kampf anzusagen. Das scheinbar Aussichtslose, die Vernunft noch zu retten, muss gewagt werden. Denn nur dann, wenn der menschliche Geist von Okkultismus, Esoterik und Astrologie gereinigt wurde, ist wieder Platz für jene Irrationalität, die beim Autor den Namen Theologie trägt. 

Heller, Bruno: Krise des Denkens. Mainz (u.a.): Grünewald (u. a.), 1990. 147 S., DM 22,80 / sFr 19,30/ öS 177,80