Auf ihrem Gipfeltreffen in Maastricht im Dezember 1991 bekundeten die 12 Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der EG ihre Entschlossenheit, gemeinsam auf dem Weg zur europäischen Einigung voranzugehen. Sie beschlossen, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um die Wirtschafts- und Währungsunion sowie die Politische Union, welche eine gemeinsame europäische Außen- und Sicherheitspolitik umfassen soll, zu verwirklichen. Mit der Notwendigkeit, besonders aber mit den Schwierigkeiten der Schaffung der Politischen Union beschäftigt sich das vorliegende Buch. Im ersten Teil geht es um die Veränderung der internationalen Beziehungen durch den Wegfall des Ost-West-Konfliktes und die Anforderungen an eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Im zweiten Teil bieten zehn Fachleute Gelegenheit, sich mit den Stärken und Schwächen des Mechanismus der Europäischen Politischen Zusammenarbeit (z.B. gesetzliche Grundlage, Instrumente, Regeln der Entscheidungsfindung) auseinanderzusetzen. Hoffnungen und Befürchtungen, die von außen an die EG herankommen, thematisiert Teil drei, wobei sieben Autoren die Erwartungen aus der Sicht ihres Landes (USA, GUS, Japan, Österreich, Ungarn, Jugoslawien und der Türkei) darstellen. Schließlich werden Konzepte für die Politische Union einer Prüfung unterzogen. Es besteht Einigkeit darüber, dass die außenpolitischen Aktivitäten der EG eine neue Qualität im Geflecht der internationalen Beziehungen annehmen werden. Im Anhang findet man Auszüge ausgewählter Dokumente über die Politische Union aus dem Jahr 1991.  A.K 

Toward Political Union. Planning a Common Foreign and Security Policy in the European Community. Ed. by Reinhardt Rummel. Baden-Baden: Nomos-Verl., 1992. 326 S., DM 39,- / sFr 33 / öS 304,20