Es begann, als Robert Hooke 1660 die Zelle als Baustein des Lebens, entdeckte, Charles Darwin die Entstehung der Arten postulierte, Gregor Mendel den Regeln der Vererbung auf der Spur war und - vor gar nicht so langer Zeit - Watson und Crick den Aufbau der genetischen Substanz in den Zellen entschlüsselten. Erzählerisch, wie die Kapitel eines spannenden Romans, reihen sich die Ereignisse der Gentechnologie aneinander, beiläufig finden die Begriffe Doppelhelix, DNA, Transkriptase usw. im Gehirn des Lesers einen zugehörigen Platz. Die Beschreibung der gentechnischen Möglichkeiten und Gefahren, die Schilderung des Tauziehens um Selbstbeschränkung der Wissenschaftler und die Erarbeitung entsprechender Gesetze beunruhigt hingegen. Da geht es zum Beispiel um die Herstellung von Medikamenten, die Züchtung von Bakterien zur Beseitigung von Umweltgiften, die ungeahnten Möglichkeiten in der Landwirtschaft, aber auch um nicht einmal vordergründig friedliche Zwecke im militärischen Bereich. In der kritischen Behandlung der Themen versäumt der Autor auch nicht, auf den Zusammenhang von Politik und Wirtschaft hinzuweisen. Eher kurz fällt die Beschreibung der Anwendung der Gentechnologie auf den Menschen aus. 

Lange, Volker: Alles ist machbar. Eine Einführung in die Gentechnologie. Baden Baden: Freizeit-Verl., 1989. 2405., DM 32,- / sFr 28,- / öS 249,60