Über wissenschaftstheoretische und methodologische Problemlagen der Zukunftsforschung geht es auch im Band 5 der Reihe „Zukunft und Forschung“ unter dem Titel „Empirische Prognoseverfahren in den Sozialwissenschaften“. In 13 Beiträgen werden verschiedene Aspekte der Prognostik diskutiert, empirische Beispiele der Prognoseerstellung  gezeigt, aber auch die Geschichte der Prognostik und der Umgang der Politik mit Prognosen diskutiert.  Gleich im Eingangskapitel spricht Justin Stagl auch ein Dilemma der Prognostik an: „Prognostiker streben nach Gründlichkeit und legen sich ungern fest, die Adressaten jedoch erwarten rasche und klare Orientierungen.“ (S. 20).

Die Herausgeber betonen die heute erkennbare Vielfältigkeit in den methodischen Zugängen, die auch in diesem Sammelband offensichtlich wird. Die Zukunft der Zukunftsforschung sehen sie daher in der methodischen Transdisziplinarität. Mit diesem Band will man Grundlagenarbeit leisten: „Zum einen sollen Entwicklungen in diesem Methodenfeld aufgezeigt und aktuelle Ansätze zu Prognostik und Prognosemethodologie in den Sozialwissenschaften dargestellt, systematisiert und in ihren Abläufen vergleichen werden. Aktuelle Studien sollen zur Bereicherung und Veranschaulichung beitragen. Erklärtes Ziel des Bandes ist es, den Prozess der Prognose in seiner meist transdisziplinären methodischen Konzeption und Einbettung aus einer methodologischen Perspektive darzustellen.“ (S.10) Stefan Wally

Empirische Prognoseverfahren in den Sozialwissenschaften. Wissenschaftstheoretische und methodologische Problemlagen. Hrsg. v. Reinhard Bachleitner ... (Zukunft und Forschung; Bd. 5). Wiesbaden: Springer, 2016. 329 S., € 51,39 [D], ISBN 978-3-658-11931-7