Ernährungssouveränität

Ende 2013 sollen in der EU die Richtlinien der neuen „Gemeinsamen Agrarpolitik“ [GAP] beschlossen werden. Die Prinzipien der Agrarindustrie – so mahnen Kritiker seit Jahren – werden damit weiter verstärkt, während Landwirte und KonsumentInnen, die sich für hochwertige, regional produzierte und leistbare Nahrungsmittel einsetzen, weiter unter Druck geraten. SympathisantInnen und Mitglieder von „Via Campesina“ und Attac leuchten in diesem faktenreichen und zugleich gut lesbaren Band die Hintergründe dieser Entwicklung aus und skizzieren tragfähige Alternativen in Richtung einer alternativen Agrar- und Ernährungspolitik. Plädiert wird etwa für eine grundlegende Umverteilung der Fördermittel ebenso wie für eine Demokratisierung der Diskussions- und Entscheidungsinstanzen. Eine erstarkende Bewegung für Ernährungssouveränität in Europa, so die AutorInnen, könnte zur Umsteuerung beitragen. Es kommt darauf an, jetzt zu handeln. W. Sp.

Ernährungssouveränität. Für eine andere Agrar- und Lebensmittelpolitik in Europa. Hrsg. v. Gérard Choplin … Wien: Mandelbaum-Verl., 2011. € 9,90, sFr 17,30

ISBN 978-3-85476-346-8

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