Internationaler Strukturwandel und neuer Merkantilismus

Im vorliegenden Buch beschreiben deutsche, britische und amerikanische Wirtschaftswissenschaftler aus unterschiedlichen Perspektiven die neue merkantilistische Grundstimmung in der Weltwirtschaft. Nach dieser Auffassung hängt die Aufrechterhaltung des Massenwohlstandes in den Industrieländern davon ab, dass Produktivkraft in neuen Bereichen mit wachsenden Märkten aufgebaut und dass der technologische Vorsprung vor den auf die Weltmärkte “drängenden Ländern der Dritten Welt verteidigt werden kann. Internationaler Markterfolg wird zum entscheidenden Kriterium nationaler Wirtschaftspolitik. Die wirtschaftlichen Beziehungen werden konfliktreicher. Die Sorge um die Aufrechterhaltung, Ausweitung und Regulierung der Wirtschaftskreisläufe muss zurücktreten. Innerhalb der einzelnen Länder rückt das Interesse an leistungsfördernden gesellschaftlichen Strukturen in den Vordergrund. Das Buch hat seine Berechtigung zweifellos dort, wo es darum geht, die Gegenwart konkret zu beobachten, um die Zukunft positiv gestalten zu können. Es steht in einzelnen Beiträgen dem sogenannten »neuen« Merkantilismus durchaus kritisch gegenüber und vermag dem Leser sowohl die Licht- wie auch die Schattenseiten dieser Wirtschaftsideologie zu vermitteln.

Der Kampf um den Wohlstand von Morgen. Internationaler Strukturwandel und neuer Merkantilismus. Hrsg. von Alfred Pfaller; Bonn: Neue Gesellschaft, 1986. 252 S. (Reihe Weltwirtschaft)

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