Zukunftswerkstätten bei Robert Jungk und Norbert Müllert

Zukunftswerkstätten

 

 

 

 

 

 

 

 

„Betroffene zu Beteiligten machen“ und die „Zukunft demokratisieren“ gelten als zentrale Anliegen Robert Jungks. Gemeinsam mit einem seiner Studenten, Norbert Müllert, hat Jungk eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe die Anliegen der Bürger und Bürgerinnen erhoben und gemeinsam Zukunftsideen entwickelt werden. In Zukunftswerkstätten sollten Menschen zusammenkommen und unter Anleitung von ModeratorInnen zu sie betreffenden Themen arbeiten, so das Ziel. Wesentlich ist das Vorgehen in drei Schritte: Benennen, was uns stört (Kritikphase), Entwickeln von Zukunftsideen (Utopiephase), Erarbeiten von konkreten Umsetzungsprojekten (Realisierungsphase). Das Buch zur Methode gibt nicht nur eine Anleitung für das Vorgehen, sondern beschreibt auch die Philosophie, die hinter Zukunftswerkstätten stecken. Ausgemacht werden folgende Vorzüge einer partizipativen Zukunftsgestaltung: Die BürgerInnen gewinnen Selbstvertrauen. Sie beginnen sich als aktive Teilnehmer am Geschehen zu begreifen. Ihre eigenen für eine humane Zukunftsgestaltung unersetzlichen Lebenserfahrungen werden gehört. Die verschütteten Phantasiequellen beginnen wieder zu fließen. Die Bereitschaft zu lernen und entsprechend zu handeln steigt. Das gemeinsame Entwickeln konkreter Zukunftsvorstellungen schafft eine starke Erlebnisgemeinschaft. Das in zahlreiche Sprache übersetzte Buch hat nichts an Aktualität verloren und gilt noch immer als Grundlage für die Arbeit in Zukunftswerkstätten. Hans Holzinger

Mehr zur Methode und ausführliche Infos zu den Zukunftswerkstätten der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen: https://jungk-bibliothek.org/zukunftswerkstaetten/

Jung, Robert; Müllert, Norbert: Zukunftswerkstätten. Zur Wiederbelebung der Demokratie, 1981. Hamburg, Hoffmann und Campe.