Die Facebook-Falle

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Facebook gehört inzwischen weltumspannend so sehr zum Alltag, dass damit bereits „Revolutionen“ koordiniert werden. Es gibt aber nicht nur Bewunderer des Phänomens. Ein erklärter Kritiker der Facebook-Offenheit ist der Journalist Sascha Adamek, der die Forderung, alles offen zu legen, wirklich perfide findet. Zudem ist von dieser Offenheit seiner Ansicht nach nichts zu bemerken, wenn es um die Frage geht, wie sie ihr Geld machen und wie sie mit den Daten umgehen. Diesbezüglich gibt sich der Kommunikationskonzern in der Tat sehr verschwiegen. Facebook sammelt „mit einem ziemlich undurchschaubaren Algorithmus nahezu alles was auf der Plattform passiert und zusätzlich die Bewegungen der Nutzer im Internet“ (zit. nach www.buecher-blog.net/ratgeber/…).

Die Geschichte von Facebook ist tatsächlich gespickt mit Datenskandalen. Und das offene System gilt natürlich gleichermaßen auch für Datendiebe, Geheimdienste und andere Neugierige. „Das ist halt eine Taktik von Facebook“, so Adamek, „man guckt, wie weit man gehen kann, wenn man dann eine auf den Deckel kriegt in der Netzgemeinde, rudert man öffentlich ein bisschen zurück, aber die neuen Standards, die Fakten, die geschaffen sind, die bleiben erhalten“.

Adamek wird nicht müde, die negativen Seiten des Online-Netzwerks anzuprangern – von der Banalisierung der Demokratie bis hin zu der Tatsache, dass Betrüger und Sexualstraftäter über Plattformen wie Facebook ihre Opfer aussuchen.

Währenddessen betreibt das größte und erfolgreichste soziale Netzwerk die kommerzielle Verwertung der persönlichen Daten seiner Nutzer munter weiter. „Inzwischen bleibt auf über 40.000 Datenservern weltweit eine unglaubliche Menge Informationen hängen, die nicht nur von der Industrie für die gezielte Werbung aufgearbeitet wird. Auch der US-Geheimdienst CIA, der über eigene Investoren an facebook beteiligt ist, profitiert von den weltweiten Informationen im sozialen Netzwerk.“ (zit. n. www.buecher-blog.net/ratgeber/…). Im Endeffekt ist Eigenverantwortung gefragt, denn jede/r muß für sich selber entscheiden, wie er mit seinen Daten umgeht. Wie es gehen könnte, zeigt die folgende Besprechung. Alfred Auer

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 Adamek, Sascha: Die Facebook-Falle. Wie das soziale Netzwerk unser Leben verkauft. Heyne-Verl, 2011. 352 S., € 16,99 [D], 17,50 [A], sFr 26,90 ; ISBN 978-3-453-60180-2

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